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Seit 26 Jahren ist Bernd Birbils nunmehr auf den Bühnen dieses Landes zu sehen und zu hören, und dabei ist er keineswegs müder geworden. In den verschiedensten Band Formationen entwickelte sich im Laufe der Jahre sein eigener musikalischer Stil, den man schwer definieren möchte. Ob Rock, Pop oder Alternativ, so richtig lässt er sich keiner Schublade zuordnen. Am einfachsten lässt er sich als Singer Songwriter definieren, deren Spektrum ja ziemlich weitreichend ist!
Jedoch hat er dabei keine seiner Wurzeln verloren, und die liegen noch immer im Bereich der Rockmusik ala Bruce Springsteen. Dass man diesen Einfluss hier und da hört ist nicht zu leugnen. Seinem großen Idol zollt Birbils nach wie vor mit der East Street Band gebührend Tribute, und verleiht mit seiner ausgeprägten Stimme und einer hervorragenden Band im Backround dem Altmeister Springsteen alle Ehre.

Das Interesse für die Musik war bei Bernd Birbils schon recht früh zu erkennen nachdem er 1984 Bruce Springsteens Born in the USA im Radio hörte. Kurz darauf bekam er seine erste Gitarre geschenkt. Mit Begeisterung für dieses Instrument brachte er sich das Gitarre spielen selbst bei. Anfänglichen glich dieses zwar noch mühsamen Akkordgeklimper, jedoch verbesserte sich sein Gitarrenspiel zunehmend .

Die Musik von U2 brachteIm im Jahr 1992 den Entschluss eine Band gründen zu wollen. Mit seinem langjährigen Schulfreund Tobias Hegewald am Bass wurden die ersten Songs mit überschaubaren Akkordfolgen, die meistens nicht über zwei drei Akkorde hinausgingen eingespielt. Stolz wurden diese dann dem Elternhaus präsentiert, die dem ganzen eher nicht wohlwollend gegenüber standen, da man doch was vernünftiges machen solle.

Im Jahr 1993 gründeten Birbils und Hegewald ihre erste Band, die zu jenem Zeitpunkt noch keinen Namen hatte. Als Mitglieder zählten Bernd Birbils, Tobias Hegewald und die zwei Schulfreundinnen Vicky Skiba und Manuela Stahlschmidt, die für den weiblichen Backgroundgesang sorgen sollten. Geprobt wurde im Schulungsraum der Fahrschule Skiba. 

Die erste Umbesetzung der Band folgte schon nach der 2. Probe. Der Gitarrist Daniel Schöppke, von allen liebevoll Bodeck genannt sties zur Band dazu und der weibliche Gesangspart wurde gänzlich gestrichen. Schlussendlich komplettierte Sascha Kepper am Schlagzeug die Gruppe und „The Rose“ war geboren. Mit neuem Proberaum und viel Enthusiasmus begann man ein kleines Set Up einzuspielen, welches im Dezember 93 erstmals vor befreundetem Publikum in einem kleinen Gartenlokal dargeboten wurde. Gespielt wurden ca. 10 Songs, davon 8 mal der Titel `Knooking on Heavens Door´ in verschiedensten bis hin zu unmöglichsten Versionen.

Im Folgejahr entschied man sich wieder für eine weibliche Besetzung am Backround Gesang, den zunächst Anett Gersdorf und die heutige Radiomoderatorin Kati Huhn einnahm. Ebenfalls wurde der Keyboarder Jörg Petzold als fester Bestandteil in die Band aufgenommen. Verschiedene Auftritte wurde in dieser Besetzung absolviert. Anett Gersdorf verlies Ende 1994 die Band und im Jahr darauf nahm Franziska Weiss ihren Platz ein. 

1996 war das Jahr mit den meisten Bewegungen innerhalb der Band. Franziska verkündete ihren Ausstieg, Daniel ´Bodeck´ Schöppke  entschloss sich ebenfalls die Band zu verlassen, und Kati wurde mehr oder weniger auf Grund persönlicher Unstimmigkeiten Opfer der Bandinternen Spannungen. 

Der damalige Manager und Multiinstrumentalist Bodo Martin übernahm zu jenem Zeitpunkt gelegentlich diverse Aufgaben an den Saiten und Percussions, bis sich `The Rose´ auf Grund finanzieller Unstimmigkeiten im Herbst 1997 mit dem Ausstieg von Bernd Birbils endgültig auflöste.

Nach der Trennung von The Rose versuchte sich Bernd Birbils in verschiedenen kleineren Projekten als Gitarrist. 

1998 traf er den Schlagzeuger Danny Kuhfs, der damals in der Band ´The Roits´ spielte und beide beschlossen eine neue Band zu gründen. Gemeinsam mit Tobias Hegewald am Bass, dem Gitarristen Mike Kern und Danny Kuhfs am Schlagzeug spielte Birbils vereinzelte Auftritte vor kleinem Publikum. Dabei lernten sie die heutige Schauspielerin Wiebke Hoffmann kennen, die fortan als Sängerin der Band agieren sollten. Bernd Birbils schrieb hierfür die Texte und die Musik. 

Das dieses doch vielversprechende Projekt nicht von Bestand sein sollte zeichnete sich wenige Wochen später ab. Danny und Wiebke entdeckten für nur kurze Zeit Ihre Sympathie füreinander, und dabei gerieten ihre musikalische Verpflichtungen in den Hintergrund. Auch der Versuch mit neuer Sängerin im Austausch endete gleichermaßen.

Gemeinsame Bühne und gemeinsames Bett funktioniert nur sehr selten.

Bernd löste die Band darauf hin auf und konzentrierte auf Solo Projekte. In dieser Zeit begann Birbils erstmalig mit dem schreiben deutschsprachiger Texte.

Hierfür steuerte Mike Kern einige seiner Texte mit bei, und eine regelmäßige Zusammenarbeit begann aus der das Dual Philharmonische Trio entstand.  

Gemeinsame kleinere Konzerte als Duo auf kleinen Festivals folgten. Auch drei Auftritte in Holland konnte man in dieser Zeit verzeichnen. Der Liedermacher Götz Widmann (Ex Joint Venture) wurde auf Birbils aufmerksam und so kam es, dass Bernd Birbils auch im Vorprogramm von Widmann zu sehen war. In den Jahren 2001-2003 entstanden unter dem Namen „Dual Philharmonische Trio“ zwei CDs in Eigenproduktion. Ende 2003 gingen Birbils und Kern getrennte Wege und die erste Solo CD „Ich bin der Bernd“ wurde ebenfalls in Eigenproduktion veröffentlicht. 

Mittlerweile fokussierte sich Bernd immer mehr auf Solo Auftritte ohne Band. In dieser Unabhängigkeit, frei von musikalischen Mitstreitern fühlte er sich durchaus sehr wohl, bis ihn an einem Sonntag Morgen der Anruf einer Band namens `Mulm´ erreichte. Man suchte einen starken Sänger und der Name Birbils war die Empfehlung. Nach etwas zögern entschloss sich Birbils die Band kennenlernen zu wollen und besuchte diese noch am gleichen Tag bei einer Probe. Eine wirklich starke Band, mit den beiden hervorragenden Gitarristen Thomas Otto und Enno Schwan, der Sängerin Janina Jacob und dem Schlagzeuger `Bummi´. Er war auch derjenige, der die Initiative ergriff Birbils zu kontaktieren. Das Song-Repertoire war für Birbils sehr ansprechend und es dauerte nicht lange bis man sich auf eine Zusammenarbeit einigte. 

Hätte `Bummi´ auch nur ansatzweise geahnt, dass seine musikalischen Leistungen am Drum nicht dem Anspruch von Birbils genüge sind, und er somit der ersten personellen Veränderung zum Opfer fällt, dann hätte er Bernd sicherlich nie angerufen. Der freigeräumte Posten wurde durch Nico Urlass ersetzt, den Birbils noch aus Jugendjahren und der Zeit mit ´The Rose´ kannte. Auch der Part am Bass wurde ersetzt und man holte Tobias Hegewald wieder mit ins Boot. The Maledogs waren nun komplett und bereit, die Bühnen dieses Landes zu erobern. 

Die Band spielte einige erfolgreiche Konzerte im regionalen Raum. Aus irgendwelchen Gründen geriet Janina aus leider immer mehr in den Fokus des Austausch. Die Zusammenhänge hierfür sind unklar. Eines Tages brachte Tobias eine Freundin mit zur Probe, ihr Name war Anja. Zufällig spielte die Band gerade einen Song den Anja kannte und gern mal singen wollte. Die Begeisterung aller war nicht zu leugnen als sie sie zu Meredith Brooks `Bitch´ sang. 

Nach einigen Diskussionen wurde Anja nach mehrheitlicher Abstimmung und entgegen dem Willen von Birbils in die Band gewählt. Wie wir wissen gibt es keinen Zufall und so wurde klar, dass Tobias und Anja, die zudem auch noch frisch liiert waren offensichtlich so geplant hatten. Anja hatte sich heimlich auf den einen Song vorbereitet und konnte somit natürlich klar überzeugen. Wie die Erfahrung schon zeigte, gemeinsame Bühne und gemeinsames Bett funktioniert nur sehr selten, und somit war es nur ein Frage der Zeit für Missstimmungen innerhalb der Band.

Wie gerufen und bestellt lernte Bernd zu jenem angespannten Zeitpunkt den Gitarristen Mike Neumann kennen, der ebenfalls auf der Suche nach einem Sänger für eine AC/DC Tribute Band war. Beide verstanden sich auf Anhieb gut und es dauerte nur wenige Tage bis man sich zu einer Probe traf. Mit anfänglichen Zweifeln behauptete sich Bernd Birbils jedoch mit Bravour und war fortan der neue Sänger einer Band, die sich ausschliesslich dem Sound der australischen Hardrock Legende AC/DC verschrien hatte. 

Auch wenn sich Bernd Birbils die Entscheidung „The Maledogs“ zu verlassen nicht leicht gemacht hatte, so wurde ihm diese Entscheidung doch irgendwie aussenstehend abgenommen. 

Der Weg für Bellbreaker war geebnet und sollte nicht nur ein `Highway to Hell´ werden.

Noch nie zuvor hatte sich Bernd Birbils ausschliesslich nur in die Rolle des Sängers setzen müssen. Bis dato war er derjenige der in gewisser Weise immer die Richtung vorgab. Nun war die Richtung jedoch vorgegeben und liess auch keine Abweichungen zu.

Mit Mike`Willy´Neumann in der Figur des Angus Young, der auch sämtliche geschäftliche Aufgaben und Organisationen übernahm, dazu Dirk Schmalz an der Rhythmus Gitarre, Steffen Elebood am Bass und Martin Heßner am Schlagzeug fand sich da eine Band die ihres gleichen suchte. Mit dazu gehörte ebenfalls Roberto Beer, der ausschliesslich für den Ton zuständig war und dem Birbils im Punkto Kritikwürdigkeit und Verbesserungen an der Gesangstechnik einiges zu verdanken hat.

In dieser straken Konstellation machten sich Bellbreaker ziemlich schnell einen Namen und spielten deutschlandweit viele erfolgreiche Konzerte und Festivals. Man teilte die Bühne mit vielen namenhaften Bands und Grössen und die Bellbreaker-Fangemeinden im Land wuchs zunehmend. Das stetige touren, proben und wieder touren forderte mit der Zeit schliesslich seinen Tribute und Stimmbandprobleme machten sich bei Bernd bemerkbar. Hinzu kamen zwischenmenschlichen Differenzen in der Band, die auf langfristig gesehen unüberbrückbar gewesen wären. Nachdem Bernd eine kurze Auszeit nehmen musste  um seine Stimme zu rehabilitieren bekamen Steffen (Bass) und Martin (Drum) die bandinternen Spannungen als erste zu spüren und wurden gefeuert. Martin wurde durch Mario Maibier, und Steffen kurzzeitig durch Tobias Hegewald, der`The Maledogs´ inzwischen auch verlassen hatte ersetzt. Roberto Beer übernahm dann letztendlich den Bass und komplettierte wieder die Band.

Bernd konzentrierte sich in dieser Zeit zunehmend auch wieder mehr auf eigene Solo und Band-Projekte und veröffentlichte 2007 sein zweites Soloalbum „Empty Room“. Vom Sound her gleicht dieses einer Mischung aus Bruce Springsteens Devils & Dust und Fury in the Slaughterhouse.

2008 war dann auch die Geburtsstunde der East Street Band, welche ursprünglich auch nur ein Projekt für ein/-zwei Konzerte sein sollte, um dem grossen Idol Bruce Springsteen Ehre und Tribut zu zollen. Bei ein/- zwei Konzerten sollte es jedoch nicht bleiben und dies brachte bei den Kollegen von Bellbreaker mit der Zeit mehr und mehr Unmut mit sich.

Für Bernd spielten zu guter letzt private und familiäre Gründe die entscheidende Rolle, um nach  7 Jahren Bellbreaker und mehreren 100 gespielten Konzerten den Ausstieg in der Band bekannt zu geben. Das letzte Konzert mit Bellbreaker spielte er am 23.12.2010. Der ohne Vorankündigung und unerwartet Austausch am Mikrofon brachte für Publikum und Fangemeinde einige Fragezeichen mit sich. Nachdem Bernd´s geplanter Ausstieg bandintern verkündete wurde ging man umgehend auf Nachfolgersuche und wurde schnell fündig. Rückwirkend warf man Bernd ohne Aussicht auf einen würdigen Abschied von den Fans aus der Band. Die erstbeste Entscheidung muss nicht immer die Beste sein, und so kam es dass Bellbreaker nach knapp einem Jahr feststellten, dass man mit dem neuen Sänger überstürzt gehandelt und auf das falsche Pferd gesetzt hatte. 

Die Bitte auf eine Rückkehr seitens der Band lehnte Bernd Birbils jedoch ab.

Bernd lernte den Pianisten Rocco Basler kennen, beide tauschten ihre Telefonnummern aus und standen wenige Wochen darauf das erste mal gemeinsam auf der Bühne. Bernd und Rocco ergänzten sich derartig, dass es nur so eine Freude war den beiden zuzuhören. Instrumentalisch galt nun `weniger ist mehr´ und man beschränkte sich ausschliesslich auf Roccos unglaubliches Klavierspiel und Bernds Rhythmusbegleitung auf der Gitarre. Zudem harmonierte Roccos Backroundgesang zu Bernds angenehm kraftvoller Stimme ungemein. Das Duo benannte sich bald in Peer Pleks und erspielte sich ziemlich rasch ein treues und angenehmes Publikum. Peer Pleks traten vorwiegend auf den kleineren Bühnen auf, aber gerade das war es was Bernd so vermisst hatte. Die Nähe zum Publikum war immer wichtig, und gerade das ist auf der grossen Bühne nicht mehr möglich gewesen.

Manchmal muss man etwas grosses verlieren um etwas grösseres zu gewinnen, denn mit Rocco Basler waren der Spass und die Freude an der Musik plötzlich wieder da und begann eine völlig neue Dynamik zu bekommen. Im Oktober 2011 begannen Peer Pleks eine Konzertreihe in alten Burgsäälen, die sich zum festen Bestanteil des Tourplans manifestierten und große Beliebtheit erlangten. 

Im April 2013 wurde Bernd Birbils, gemeinsam mit anderen ehemaligen Kollegen der Band zum 10 jährigen Bestehen von Bellbreaker eingeladen. Ausgetragen wurde dieses Jubiläumskonzert  im Südbahnhof Chemnitz. Der Auftritt von Bernd beinhaltete 4 Songs die mit der Band im Vorfeld abgesprochen und geprobt wurden. Als Bernd an jenem Abend die Bühne betrat verwandelte sich der ausverkaufte Südbahnhof schlagartig und sprichwörtlich in einen überkochenden Hexenkessel. In diesem Moment war klar, dass es Bellbreaker nur in dieser Konstellation geben konnte wie sie da auf der Bühne standen. Emotionaler konnte ein Wiedersehen zwischen einer Band und seinem Publikum kaum sein. 

Neben Peer Pleks und der East Street Band tourte Bernd Birbils nun gelegentlich auch wieder mit Bellbreaker durchs Land. 2014 Nahm Birbils sein 3. Solo Album mit dem Namen `Sendeschluss´ auf, welches dieses mal wieder komplett in deutsch geschrieben wurde. Ehrlicher geradliniger deutsch Rock. Für die Aufnahmen des Albums Bernd wurde eigens eine kleine Band aus befreundeten Musikern zusammengestellt. 

Nach wie vor spielte die Band noch grosse und erfolgreiche Konzerte, aber bei Bernd machte sich mehr und mehr das Gefühl breit nur noch für das Geschäft funktionieren zu müssen. Nach einem fragwürdigen Handeln von Mike`Willy´Neumann hinsichtlich angedachten Termine stand Bernd im September 2015 zum letzten mal mit Bellbreaker gemeinsam auf einer Bühne.

Auch verlor die Zusammenarbeit mit Rocco Basler an Häufigkeit, da Rocco für die Musical-Production`TINA´ engagiert wurde und da als musikalischer Leiter zuständig war. 

Nun konzentrierte sich Bernd Birbils wieder mehr auf eigene musikalische Vorhaben. Die East Street Band, welche in den vergangenen Jahren immer wieder zu kurz kam, und verschiedene Umbesetzungen an den einzelnen Instrumenten hinter sich hatte stand hierbei auch wieder etwas mehr im Fokus. Von der Urbesetzung waren nach wie vor Nico Urlass (drum), Hendrik Henker (Key.), Thomas Förster (Git) dabei. Auch der Posten am Bass (in den vergangenen Jahren 4 verschiedene Bassisten) wurde wieder von Urmitglied Tobias Hegewald eingenommen. Saxophonist Dirk Reinhardt, der aus beruflichen Gründen die Band 2014 verließ wurde durch Jürgen Hillig ersetzt und Anne Gränz wurde durch Katrin Schermer am Backgroundgesang neu besetzt. 

Neben vereinzelten Konzerten mit der East Street Band beschränkte sich Bernd Birbils nun ausschliesslich auf Solokonzerte, bei denen er sich in den Darbietungen seiner Song mit Gitarre, Percussioninstrumenten und einem unglaublich symphatischen Unterhaltungswert selbst begleitet.